“Merke ich das überhaupt? Bin ich dann weg? Kann ich mich danach erinnern?”
Diese Fragen höre ich in fast jedem Erstgespräch. Und ich verstehe sie. Die meisten Menschen haben ihre Vorstellung von Hypnose aus dem Fernsehen: jemand schwingt eine Uhr, du kippst um, machst Dinge, die du nicht willst, und wachst danach auf, ohne dich zu erinnern.
So funktioniert therapeutische Hypnose nicht. Nicht mal annähernd.
Was Hypnose nicht ist
Lass mich mit den Mythen anfangen, weil sie der Grund sind, warum viele Menschen Angst vor dem haben, was ihnen helfen könnte.
Hypnose ist kein Schlaf. Du bist nicht bewusstlos. Du verlierst nicht die Kontrolle. Niemand kann dich dazu bringen, etwas zu tun, das du nicht willst. Und nein, du bleibst auch nicht in der Hypnose “stecken”. Das ist physiologisch nicht möglich.
Was Hypnose tatsächlich ist: ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit. Dein Bewusstsein ist wach, aber dein innerer Kritiker tritt einen Schritt zurück. Das ist der Moment, in dem Veränderung passieren kann.
Wie sich Hypnose wirklich anfühlt
Die ehrlichste Antwort: unterschiedlich. Nicht jeder erlebt es gleich, und auch bei dir kann es von Sitzung zu Sitzung anders sein.
Was die meisten Menschen beschreiben: eine tiefe Entspannung, wie kurz vor dem Einschlafen. Du hörst meine Stimme, du verstehst alles, du kannst jederzeit die Augen öffnen. Aber du hast wenig Lust dazu, weil sich der Zustand angenehm anfühlt.
Manche erleben innere Bilder. Erinnerungen, die auftauchen, ohne dass du sie aktiv gesucht hast. Manchmal sind sie überraschend. Manchmal emotional. Manchmal sind es Dinge, die du längst vergessen hattest, die aber offenbar noch gespeichert sind.
Andere spüren eher körperliche Veränderungen: eine Wärme in den Händen, ein Schwergefühl in den Beinen, oder einfach das Gefühl, “angekommen” zu sein. Manche weinen, obwohl sie nicht traurig sind. Manche lachen.
Was fast alle sagen: “Es war anders als erwartet. Viel normaler.”
Was passiert in einer typischen Sitzung?
In meiner Praxis beginnt jede Sitzung mit einem Gespräch. Wir klären, wo du stehst, was dich beschäftigt, und was du dir von der Sitzung erhoffst. Kein Therapeut, der etwas von seinem Fach versteht, leitet eine Hypnose ein, ohne vorher zu wissen, worum es geht.
Dann leite ich die Hypnose ein. Das passiert schrittweise, informiert und ganz individuell. Ich führe dich mit meiner Stimme in einen entspannten Zustand. Du bist jederzeit ansprechbar. Wenn dir etwas unangenehm ist, sagst du es, und wir passen an.
In der Hypnose selbst arbeiten wir an dem, was wir vorher besprochen haben. Das kann ganz unterschiedlich aussehen: Manchmal gehen wir Erinnerungen durch. Manchmal arbeiten wir mit inneren Bildern oder Metaphern. Manchmal spreche ich mit Teilen von dir, die im Alltag nicht zu Wort kommen.
Wenn du mehr darüber wissen willst, wie dieser integrative Ansatz funktioniert und warum er verschiedene Methoden verbindet, habe ich das auf einer eigenen Seite erklärt.
Danach bringe ich dich behutsam zurück. Die meisten fühlen sich danach ruhig, klar, manchmal müde. Manche sagen: “Ich fühle mich, als hätte jemand einen Knoten gelöst, von dem ich nicht wusste, dass er da war.”
Bin ich hypnotisierbar?
Die kurze Antwort: Ja, höchstwahrscheinlich. Jeder Mensch, der sich konzentrieren und einer Stimme folgen kann, kann in einen hypnotischen Zustand gehen. Tatsächlich warst du schon oft in einem ähnlichen Zustand: wenn du in ein Buch vertieft warst und die Welt um dich vergessen hast. Oder wenn du auf der Autobahn gefahren bist und plötzlich gemerkt hast, dass du die letzten Kilometer kaum bewusst wahrgenommen hast.
Das war ein natürlicher Trancezustand. Therapeutische Hypnose nutzt genau diesen Mechanismus, nur gezielt.
Der nächste Schritt
Wenn du neugierig bist, aber unsicher: Das ist völlig normal. Ein kostenloses Erstgespräch ist genau dafür da. Keine Hypnose beim ersten Mal. Nur ein Gespräch, in dem du Fragen stellen kannst und wir gemeinsam schauen, ob das der richtige Weg für dich ist.
Du findest alle Details zu Ablauf und Konditionen auf meiner Angebotsseite.